Im Restaurant digital bestellen, analog geniessen und online bezahlen.

Technologie & Innovation

12. Januar 2022

Lange Schlangen am Getränkestand oder das Warten auf die Rechnung? Dank innovativer E-Payment-Lösungen kein Thema mehr. Yoordi-Gründer Joerg Wasmeier erklärt im Interview, wie mit einem Mix aus digital und analog ein zeitgemässer Service ohne Wartezeit funktioniert. Mehr als ein Handy und eine Kreditkarte braucht es dazu nicht.

«Könnte ich bitte bezahlen?»: Gehört diese Aufforderung bald der Vergangenheit an?

Wenn es nach uns geht, ja. Dank unserer E-Payment-Lösung kann ich im Restaurant bezahlen und gehen, wann ich will. Ich brauche nur ein webfähiges Gerät, meist das Handy, um den QR-Code zu scannen, und ein gängiges Zahlungsmittel wie zum Beispiel eine Kreditkarte. Diese kann auch im Wallet des Smartphones hinterlegt sein.

Was sind die Vorteile für den Gast?

Im Restaurant muss ich nicht warten, bis das Servicepersonal Zeit hat, bei mir einzukassieren. Ich kann bezahlen und gehen, wann es mir passt. Ebenso beim Bestellen. Ich kann den QR-Code scannen und die Bestellung abschicken. Dafür hat das Servicepersonal dann auch mehr Zeit für eine Beratung, wenn ich diese wünsche. Bei Take-away-Angeboten oder an einem Event muss ich mich nicht mehr in die Schlange stellen. Ich kann meine Bestellung abgeben und auf die SMS warten, um das Bier, den Burger oder das Thai Curry abzuholen. Das ist bequemer, und – in Pandemiezeiten – auch sicherer. Es bilden sich keine langen Schlangen vor Gastronomieständen, und die Bezahlung erfolgt automatisch, zum Beispiel über die Kreditkarte.

Die Corona-Krise erwies sich als Starthelferin: Sie hat den QR-Code salonfähig gemacht.

Joerg Wasmeier

Yoordi-Gründer

Was sind die Vorteile für die Gastronomie?

Die Bestellung von Getränken und Speisen ist oft eine Impulshandlung. Ich habe jetzt gerade Lust auf ein Getränk oder einen Snack. Es hat sich gezeigt, dass die Gastronomie bis zu 30 Prozent mehr Umsatz macht, wenn der Gast die Möglichkeit hat, selbst zu bestellen.

Hinzu kommt, dass nach dem Lockdown viele Gastronomen Mühe haben, qualifiziertes Personal zu finden. Gerade Berghütten mit weiten Laufwegen stossen rasch an ihre Grenzen. Mit unserer Bezahllösung können sie dieselbe Servicequalität auch mit weniger Personal anbieten. Sie steigern also den Umsatz und sparen Kosten.

Und im Eventbereich löst Yoordi das Problem der Geldverteilung: Ich kann zum Beispiel ein Getränk, eine Hauptspeise und ein Dessert bei verschiedenen Anbietern bestellen und erhalte eine SMS-Benachrichtigung, wenn meine Bestellung abholbereit ist. Die Geldaufteilung an die jeweiligen Anbieter läuft automatisch.

Was braucht es, damit eine neue Bezahllösung akzeptiert wird?

Die Lösung muss simpel sein und beiden Seiten Vorteile bringen. Die Corona-Krise erwies sich als Starthelferin: Sie hat den QR-Code salonfähig gemacht.

Der Gast braucht nur ein Handy und eine Kreditkarte oder ein anderes digital einsetzbares Zahlungsmittel. Der Gastronom hat keine zusätzlichen Hardwarekosten. Yoordi ist kassenintegriert. Das heisst, es schliesst an bereits bestehende E-Payment-Lösungen der Acquirer an. Somit ist es sowohl für kleine als auch für grosse Betriebe sehr günstig umsetzbar.

Mehr als ein Handy und eine Kreditkarte braucht es nicht.

Mehr Umsatz dank innovativer E-Payment-Lösung in der Gastronomie.

Yoordi: Praktische E-Payment-Lösung für die Gastronomie und die Eventbranche.

Auf die Idee kam Joerg Wasmeier während seiner Ferien in Thailand, wo er im Restaurant den Service mit einer Button-Box herbeirufen konnte. «Dasselbe ohne Hardware», dachte er sich und machte sich mit Elisa Chiarelli, seiner Geschäftspartnerin in spe, an die Entwicklung einer digitalen Bestell- und Bezahllösung für die Gastronomie. Bereits ein Jahr später gewannen die beiden Jungunternehmer den #SIXHackathon. Zwei Jahre später erfolgte die Markteinführung. Heute liefern die Jungunternehmer ihre Software bereits an mehrere Hundert Restaurants in der Schweiz und in Deutschland, und sie entwickeln das Angebot laufend weiter.

Teilen